Von der Sicherung zur Sicherheit

Globale Ernährungssicherheit war noch nie eine Frage der Verfügbarkeit von Nahrung. Das zeigt der aktuelle Grad der Nahrungsmittelverschwendung, die mit einem Drittel der global erzeugten Nahrungsmittel zu Buche schlägt. Unsere Erde beschenkt uns mit Nahrung im Überfluss und einer sehr hohen Nahrungsmittelvielfalt. Es war schon immer eine Frage der Verteilung und damit in erster Linie ein logistisches und ein ökonomisches Problem. Denn Grundnahrungsmittel verderben schnell und müssen unter relativ hohem Energieaufwand von A nach B transportiert werden.

Durch den internationalen oder interregionalen Handel ist es möglich dieses Verteilungsproblem mit Hilfe multilateraler Handelsbeziehungen und des globalen Marktes zu lösen.

Der internationale Handel ist fragil

Jedoch kommen solche Konstrukte an ihre Grenzen, sobald die technologischen Entwicklungsgrade handelnder Regionen deutlich voneinander abweichen, Korruption im Spiel ist oder die Finanz- und Weltwirtschaft mitsamt Logistik ins Wanken gerät, wie es im Jahr 2008 und nun auch wieder in 2020/21 auf dramatische Weise offengelegt wurde.

Umso mehr zeigt sich heute die Wichtigkeit der regionalen Stärkung der Ernährungssicherheit über Entwicklungsprojekte, die den regionalen Pool natürlicher und intellektueller Ressourcen ins Zentrum stellen.

Indigenes Wissen und die aus der jeweiligen Kultur und Denkweise heraus stattfindende Innovation bergen einen gigantischen Schatz an Lösungsansätzen für die Ernährungssicherheit. Beispiele dafür sind die Zai Anbaumethoden in Afrika, der Terrassen-Nassreisanbau in Asien bis hin zur Bildung der Terra Preta de Indio in Südamerika vor hunderten von Jahren.

Darin liegt eine große Chance für eine gelungene, globale Ernährungssicherheit. Das ganze Potenzial ist bereits vorhanden und darf und soll durch die moderne Wissenschaft wiederentdeckt, studiert und angewendet werden.

Nachhaltige Projekte mit dem Wunsch einer dauerhaft gesicherten Nahrungsmittelversorgung sollten immer das Ziel einer autarken Ernährungssicherheit vor Ort haben, von den Menschen, durch die Menschen.

Der Weg in eine nachhaltige Ernährungssicherung

Nachhaltige Projekte mit dem Wunsch einer dauerhaft gesicherten Nahrungsmittelversorgung sollten immer das Ziel einer autarken Ernährungssicherheit vor Ort haben, von den Menschen, durch die Menschen und möglichst unter Verwendung der lokal verfügbaren natürlichen Ressourcen. Der Einsatz von Know-How und Technologie von Außen als Werkzeug der Ernährungssicherung ist immer kritisch zu hinterfragen, während der Einsatz indigener Ansätze und deren Weiterentwicklung durch den vorhandenen Intellekt  stets zu bevorzugen sind – ansonsten droht aus dem Ziel der Ernährungssicherheit heute sehr schnell der Dauerlauf der Ernährungssicherung zu werden.

Mein Angebot umfasst die Projektbegleitung von R&D Projekten und schließt darin die Dienstleistungsbereiche allgemeines Projektmanagement, Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015, Marketing- und Vertriebsbetreuung, Workshops, Schulungen sowie die Produktvalidierung nach wissenschaftlichen Standards mit ein.

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