Das Eigene pflegen und wertschätzen

Ein solides, regional getragenes Marktgeschehen ist die Grundvoraussetzungen für Wohlstand und den Sprung in den globalen Handel – und damit auch der Sprung in eine krisenfeste Ernährungssicherheit.

Denn die Entwicklung dorthin ist in erster Linie immer eine Entwicklung von unten nach oben aus der jeweiligen Kultur und Denke heraus. Sie beginnt mit der Produktion in den Böden vor Ort und der Vermarktung im Umkreis.

Ernährungssicherheit und damit die Bedingungen für Wohlstand bestehen nur auf Dauer, solange diese Böden in ihrer Funktion erhalten bleiben oder verbessert werden.

Projekte, die sich der Verbesserung der Ernährungssicherheit widmen und nachhaltig aufgestellt sind, stärken in erster Instanz die Kapazitäten der ländlichen Bevölkerung.

Auch Deutschland ist ein Entwicklungsland

Während heute in Ländern des globalen Südens das kleinbäuerliche Leben, marginale Erträge und fehlendes Know-How bestimmend sind, stehen ländliche Kommunen in Deutschland vor den Herausforderungen überdüngter Äcker, zunehmender Extremwetterereignisse, politischer Restriktionen und dem Verlust der Ökosystemdienstleistungen.

Daher forcieren deutsche Kommunen Projekte der ländlichen Entwicklung für mehr Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und zum technologischen Strukturwandel zur Erschließung neuer Märkte.

Urbane Regionen entwickeln neue Ansätze zur Nahrungsmittelerzeugung in hocheffizienten Anbausystemen mit Hilfe von Kultursubstraten oder Hydroponiksystemen.

Im Übergangsbereich von Land zu Stadt findet sich beides. Regionalität, ökologische Erzeugung und Direktvermarktung des täglichen Brots treten in den Vordergrund.

Entwicklungshilfe unter der Lupe

Die Prinzipien der ländlichen Entwicklung in Deutschland gelten dabei genauso für die Länder des globalen Südens. Das bedeutet, dass auch hier die eigenständige Entwicklung von Lösungen im Vordergrund stehen sollte.

Besonders in Bezug auf die Ernährungssicherung liefen in der Vergangenheit Nord-Süd-Transfers von Know-How und Technologie ins Leere und damit auch die Hoffnung auf einen florierenden, bilateralen Handel.

Erfolgt die Öffnung eines Landes auf den internationalen Markt abgekoppelt vom regionalen Marktgeschehen oder unter Missachtung der kulturellen Strukturen, entstehen fragwürdige Blüten i.d.R. zum Nachteil des betroffenen Landes.

Eine davon ist die Abwürgung eines lokalen Markts für wichtige Grundnahrungsmittel und die Schaffung von Abhängigkeiten. In Westafrika zerstört der Import von billigem Reis aus den USA den Markt für regionalen Reis.

Bezüglich lokal verfügbarer Ressourcen ist es bezeichnend, dass einer der größten Exporteure von Rohphosphat in alle Welt, Senegal, der Zugang zu dieser Phosphatquelle für senegalesische Kleinbauern verwehrt bleibt. Bodenschätze werden stattdessen direkt in den internationalen Markt geschleust, von dessen Wertschöpfung die ansässige ländliche Bevölkerung jedoch weitestgehend ausgeschlossen bleibt.

Mein Angebot umfasst die Projektbegleitung von R&D Projekten und schließt darin die Dienstleistungsbereiche allgemeines Projektmanagement, Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015, Marketing- und Vertriebsbetreuung, Workshops, Schulungen sowie die Produktvalidierung nach wissenschaftlichen Standards mit ein.

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